Die Bremer Landschaft wird überwiegend von ausge-
dehnten Feuchtwiesen, in denen zahlreiche speziali-
sierte und deshalb vielerorts selten gewordene Tier-
und Pflanzenarten leben, geprägt. Den landschaftlichen
Kontrast zu den großen Feuchtgebieten findet man
nördlich der Lesum : die Geest in Bremen Nord.

Viel weniger bekannt ist, dass auch in dieser Land-
schaft interessante und gefährdete Tier- und Pflanzen-
arten vorkommen. Die Vegesacker und Rekumer Geest
und ihre Ausläufer bieten eine Vielzahl schützenswerter
Lebensräume für unsere Flora und Fauna, wie verschie-
dene Waldgesellschaften, kleine Moorkomplexe, periodi-
sch austrocknende flache Tümpel, Bachtäler, Heideflä-
chen sowie nährstoffarme Sandböden.

Gerade trockene Lebensräume wie Heide- und Sandge-
biete wurden lange Zeit als Öd- oder Unland eingestuft
und dementsprechend behandelt. Sie sind jedoch
genauso schützenswert wie die Feuchbiotope.


Das Gebiet "Eispohl/Sandwehen" in Blumenthal wurde
deshalb nach gründlicher Vorbereitung 1988 unter
Naturschutz gestellt.

Besonders wertvoll sind die Lebensräume der Geest für
unsere Amphibien. So liegen die einzigen Bremer Vor-
kommen des seltenen Laubfrosch, und des unscheinba-
ren Fadenmolches sowie des stattlichen Kamm-Molches
im Nordbremer Bereich. Und auch die in Norddeutsch-
land am weitesten verbreitete Reptilienart, die lebend-
gebärende Waldeidechse sowie die wesenlich seltenere
Zauneidechse sind in der Rekumer und Vegesacker
Geestlandschaft heimisch. Die trockenen Standorte
dieser Landschaft beherbergen außerdem eine Vielzahl
wärmeliebender Insekten, vor allem Schmetterlinge,
Hautflügler und Heuschrecken.




Für botanische Kostbarkeiten wie Orchideen, den Lun-
genenzian, den Moorbärlapp oder den Sonnentau, der
seinen Nährstoffbedarf teilweise teilweise über den
Fang kleiner Insekten deckt, sind die nährstoffarmen
Böden -Lebensraum und Rückzugsgebiet. Gleiches gilt
für selten gewordene Pflanzengemeinschaften wie
Sandrasen und Heiden. Erhalten werden können die Le-
bensräume der Tier- und Pflanzenwelt der Geestland-
schaft durch den Verzicht auf weiteren Flächenver-
brauch, die Verhinderung von Nährstoffeinträgen, die
Renaturierung der Bachläufe, gezielte Pflegemaßnah-
nen sowie durch die Ausweisung weiterer Naturschutz-
gebiete.

In der Bildleiste eine kleine Auswahl, der zahlreichen
Tier- und Pflanzenwelt dieser Gebiete.





















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