Wümmeniederung
Insekten der Trockengebiete
Wesermündung-Lunesiel
Die Wümmeniederung zwischen Fischerhude und
Wasserhorst hat bis heute in großen Teilen ihren
einmaligen Charakter erhalten können und ist daher
eine der schönsten und vielfältigsten Landschaften
in der Umgebung von Bremen. Sie weist in ihrem
kurvenreichen Flußlauf noch eine große Anzahl von
Kolken, Bracks und Feuchtwiesen auf und ist damit
ein unersetzlicher Lebensraum für eine artenreiche
Pflanzen und Tierwelt. Eine beträchtliche Anzahl von
stark bedrohten Vogelarten brütet im Bereich der
Flußniederung, z.B. Bekassine, Weißstorch,
Eisvogel, Rotschenkel und Kampfläufer.
Die Wümmeniederung ist außerdem auch ein wert-
volles Rastgebiet für durchziehende Sumpf- und
Wasservögel, wie z.B. den Zwergschwan. Darüber
hinaus haben viele seltengewordene Amphibien,
Reptilien, Libellen und Pflanzen ihren Lebensraum
im Gebiet der Wümme.
Besonders bemerkenswert sind auch die ausge-
dehnten Röhrichtbestände im Gebiet von Borgfeld
und dem Blockland. Um diese einmalige Landschaft
erhalten zu können, müssen Veränderungen am
Flußlauf, beispielsweise Begradigungen,
Durchstiche, Deicherhöhungen, Trockenlegungen
von Wiesen und Vernichtung natürlicher Ufer,
vermieden werden.
Die Wümme und ihre Feuchtwiesen sollen deshalb
als eines der wenigen noch intakten Feucht-Biotope
geschützt werden und damit vor negativen Verände-
rungen bewahrt bleiben.

INSEKTEN-Hautpflügler
Bewohner der TROCKENGEBIETE
10000 Arten bilden eine umfangreiche Insektenord-
nung in Deutschland. Hierzu zählen die Bienen,
Hummeln, Ameisen und Faltenwespen, die Instinkte
zur Staatenbildung entwickelt haben. Den größten
Anteil der Hautpflügler umfassen aber die einzeln
(solitär) lebenden Arten. Allein die Schlupfwespen
stellen ca. 8000 Arten. Hautpflügler bestäuben auch
mindestens 50% aller Blütenpflanzen. 636 Arten
von ihnen stehen auf der "Roten Liste" der vom Aus-
sterben bedrohten Tiere. Neben dem Erhalt der
der sandigen Binnendünen und Geestkanten haben
daher künstliche Trockenflächen eine große Bedeu-
tung gewonnen. Dies sind insbesondere Sand- und
Kiesgruben mit ihren Steilhängen sowie vielgestal-
tige Sandflächen, wie beispielsweise die durch
einen Ringgraben geschützte "Uni-Wildnis" in der
Nähe des Stadtwaldsees.

WESERMÜNDUNG beim LUNESIEL
VieleVogelarten sind außerhalb
der Brutzeit auf bestimmte Lebens-
räume spezialisiert. Dies gilt auch
für die Mehrzahl der alljährlich im
Küstenbereich rastenden und
durchziehenden Arten aus der
Gruppe der Wasser- und Wattvögel. Das eigentliche
Wattenmeer sowie die wattähnlichen Schlickflächen
im Bereich der Flußmündungen bieten den
Zugvögeln und Wintergästen bei Niedrigwasser ein
ergiebiges Nahrungsrevier. Im Land Bremen ist das
Angebot solcher Flächen auf die zur Stadtgemeinde
Bremerhaven gehörenden Außendeichsbereiche
der Weser beschränkt. Zu den "Brennpunkten des
Vogelrastgeschehens" in der Wesermündung ge-
hören die bei Niedrigwasser freifallenden Gebiete im
Bereich des "Neuen Lunesiels". Die Mehrzahl der
dort anzutreffenden Vogelarten läßt sich mit einem
Fernglas vom Deich aus gut beobachten.
Besonders auffällig sind dort die im Spätsommer
und Herbst anzutreffenden Ansammlungen des kon-
trastreichen gezeichneten Säbelschnäblers. Zu den
regelmäßigen anzutreffenden Gästen im Weserbe-
reich gehören dann auch die Flußseeschwalbe, der
Rotschenkel sowie die kaum zu übersehenden
Austernfischer und Brandgänse. Wesentlich
unscheinbarer ist dagegen einer der häufigsten
Zugvögel an unseren Küsten, der knapp staren-
große Alpenstrandläufer. Mit etwas Glück lassen
sich in der kalten Jahreszeit auch die zu den Strand-
läufern zählenden Sanderlinge, der Steinwälzer oder
die im hohen Norden brütende Schneeammer als
Wintergäste beobachten. Weitere interessante
Singvogelvertreter im Einzugsbereich der Weser-
mündung sind die Steinschmätzer, der seine
Nahrung zur Zugzeit gerne am Spülsaum sucht,
sowie die Bartmeise, die außerhalb der Brutzeit die
Binnendeichs wie Außendeichs vorhandenen Schilf-
gebiete durchstreift. Insbesondere nach heftigen
Stürmen ist auch die Eiderente auf der Weser zu
beobachten. Verschiedene Möwenarten sind dage-
gen in diesem von den Gezeiten beeinflußten Vogel-
rastgebiet das ganze Jahr über anzutreffen.









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